Bondage Workshop

Hallo ihr Lieben. Am 22.02.18 war ich bei Fun Factory im Laden und habe den Bondage Workshop von der lieben Eru – Berlin Ropes besucht. Von diesem Event will ich euch heute mal ein bisschen erzählen. Beginnen wir beim Anfang und starten mit der allgemeinen Einleitung und Tipps.

Einleitung: Beim Bondage ist es wichtig, dass es einvernehmlich stattfindet und das man sich bei diesem Spiel an gewisse Regeln hält. Diese wurden uns im Laufe des Kurses erklärt und natürlich habe ich für euch mitgeschrieben. Beispielweise ist es professioneller, wenn der Fesselnde nicht um den passiven Partner herumläuft, sondern umarmend fesselt. Generell solltet ihr nicht nur gucken, sondern versuchen euch in den Partner herein zu fühlen, also auch fühlen und verstehen, wie der andere sich dabei fühlt. Achtet also auf eure Ellenbogen beim Fesseln. Außerdem, vergesst nicht die Reibung der Seile. Es kann bei starkem und zu schnellem Ziehen zu Verbrennungen kommen. Daher legt einfach eure Hand zwischen euren Partner und das Seil und zieht dann vorsichtig fest. Zur Sicherheit solltet ihr immer eine Schere oder ein Segelmesser in der Nähe liegen lassen. Es kann immer mal passieren, dass ihr aus unterschiedlich Gründen (Unwohlsein, etwas schläft ein usw.) Seile schnell öffnen müsst. Also solltet ihr immer etwas da haben, was schnell die Seile lösen bzw. öffnen kann. Lieber ein neues Seil kaufen, als einen neuen Partner.

photo_2018-02-26_18-03-43
Eru stellt sogar selbst Seile her. Viele verschiedene Farben und gute Qualität

Materialien: Es gibt natürlich verschiedene Seile und auch Techniken. Aber nicht alles ist miteinander kompatibel. Die am meisten verwendeten Seile sind aus Baumwolle, Jute oder Hanf. Wir haben uns an diesem Abend hauptsächlich mit Baumwollseile beschäftigt, da wir uns mit Deko Bondage beschäftigt haben. Das praktische hierbei ist, dass man auch ganz ohne Knoten und nur mit Schlaufentechnik fesseln kann. Dazu sitzt alles, wo es soll, da es sich durch die eigene Reibung der überschneidenden Seile sich festzieht. Allerdings kann man Baumwollseile nicht für Suspension nutzen, also für Hängungen. Dafür eignen sich Jute- oder Hanfseile mehr, da diese robuster sind und sich nicht so stark durch Strapazieren fester ziehen und dadurch weniger einschneiden.

Anatomie: Ihr müsst ein paar Sachen an eurem Körper beachten und auch kennen. Besonders vorsichtig müsst ihr an allen Gelenken sein. Sobald ihr merkt, dass ein Körperteil einschläft, beispielsweise die Hand, bedeutet das, dass eine zu geringe Blutzufuhr stattfindet. Teilweise merkt man das auch etwas zu spät, was zu Schädigungen der Nerven führen kann. Daher seit bitte immer vorsichtig bei dem was ihr macht. Lockert die Seile oder beendet es an dieser Stelle. Es bieten sich Muskeln, fett oder Knochen an, um dort zu fesseln. Dort kann wenig passieren, aber achtet trotzdem immer auf das, was euer Partner sagt und in dem Moment verträgt oder möchte. Die Kommunikation ist immer das wichtigste, da man sich nicht immer nach demselben fühlt. Was uns unter anderem noch erzählt wurde, war dass man am Hals nicht würgen soll. Natürlich ist dies den meisten bewusst, aber genauer gemeint war, dass man das Seil über den Nacken legt und nicht vom Hals zum Rücken führt. Dabei kann es nämlich auch zu einem Blutstau führen der einen Überdruck zur Folge hat. Das kann das Gehirn schädigen und zu einem Carotes Sinusreflex führen. Umgangssprachlich; Ohnmacht.

Fazit: Der Workshop war sehr aufschlussreich, auch wenn wir keine Anfänger in diesem Gebiet sind. Wir hatten eine tolle Gruppe von insgesamt fünf Paaren. Es war zwanglos und jeder konnte individuell in seiner Geschwindigkeit arbeiten. Eru war eine sehr gute Lehrerin und hat auch viel geholfen. Fragen waren jederzeit erlaubt und wir waren nicht gezwungen, jede vorgemachte Fesselung nachzumachen. Alle konnten sich frei ausprobieren und es war einfach eine sehr angenehme Atmosphäre. Es waren insgesamt drei Stunden angesetzt und diese haben wir auch voll ausgeschöpft. Natürlich haben sich auch die Fun Factory Mitarbeiter wunderbar in ihrer Lokation um uns gekümmert. Es wurde für Alkoholische und nicht alkoholische Getränke und Snacks gesorgt. Ein rund um Wohlfühlpaket. Ich kann den Workshop jedem empfehlen. Egal ob man schon ein paar Basics kennt oder sich noch nie damit auseinandergesetzt hat. Man lernt vieles, kann sich etwas austesten und jedem ist es freigestellt, wer sich fesseln lässt oder ob ihr das im Verlauf des Workshops wechseln wollt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wo lernt man sowas? Wer sich mit dem Thema gerne auseinandersetzten möchte, aber unter Anleitung und in einem sicheren Raum, kann bei der tollen Eru das lernen. Informieren könnt ihr euch auf ihrer Seite Berlin Ropes. Sie ist seit 2012 personal Trainerin für Bondage und weiß wirklich alles Wichtige über ihr Handwerk. Dort könnt ihr auf Kundenmeinungen zugreifen, euch über Bondage belesen und Termine bei ihr Buchen. Also ich möchte das sehr gerne irgendwann bei ihr machen, da sie auch Suspension also Hänge – Bondage anbietet, was wir bei uns zuhause leider nicht abgesichert gewährleisten können. Informiert euch und lebt das, was ihr liebt. Egal wie weit ihr mit dem Thema vertraut seid könnt ihr bei Eru nichts falsch machen. Sie passt sich eurem Tempo und Interessen an. Einzige Bedingung: 18+ 😛

Eure Bluebird

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s